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Superreichtum als Kunstinstallation

08. Januar 2010

Wenn in Zürich die Badesaison zu Ende geht, werden Umkleidekabinen, Duschen, Stege und Liegeflächen einer Badeanstalt am See für künstlerische Eingriffe freigegeben. Diesmal nutzte der Schweizer Künstler Hendrik Barth, der auch zum INWO-Vorstand gehört, die Gelegenheit des Ausstellungsthemas "sagenhaft", um unter dem Titel "Geldquelle" den sagenhaften Reichtum der zehn superreichsten Schweizer ins Bild und ins Bewusstsein zu bringen.

Installierte Fontänen deuteten an, wie das Wasser es macht: Es steigt und fällt. Dazwischen ragten Aluminiumstangen mit dem Durchmesser einer Schweizer 1 Franken-Münze entsprechend der Höhe der Geldvermögen in den Himmel: 5,70 Meter hoch war die längste davon. Und dabei symbolisierte die Dicke einer Münze ein Vermögen von 10 Millionen! Das erzeugte Erstaunen und machte wach für die Unvorstellbarkeit der Grösse von Milliardenvermögen. Und es wies darauf hin, dass da etwas nicht stimmt im Geldsystem, gerade wenn man es mit dem Wasserkreislauf vergleicht.

Das wurde unterstrichen durch Kurztexte, die man, unter anderem auf Banknoten geschrieben, in der Umgebung der Installation finden und lesen konnte: "Ist Wasser klüger als unser Geld?" - "Das eine wächst und wächst. Das andere wächst und fällt." - "Ob wir den Fehler erkennen?" - "Wie finden wir eine Lösung?" - "Was will uns das Wasser erzählen?" - "Reich, reicher, wann reicht's?" - "Geldvermehrung ist etwas Wunderbares. Wundern Sie sich da nicht?"...

Als Besucher konnte man sich einen informativen Text zum Thema mitnehmen. Und diese Möglichkeit wurde reichlich genutzt, denn die Ausstellung war sehr gut besucht. Ein Ausschnitt daraus:

"Durch Zinsen von Geldanlagen und durch Spekulation wachsen Geldvermögen ins Unermessliche. Zinsen treiben die Produktionskosten in die Höhe und Spekulation die der Spekulationsobjekte. So bezahlen wir, was da wächst. Gewinne machen die, die mehr haben als sie brauchen. Andere verlieren. Wir merken es nicht. Fast nicht. Die Natur macht es richtiger. Das kann man erkennen. Wasser hat einen Kreislauf, Bäume wachsen nicht in den Himmel. Was endlos wachsen will, wächst wie Krebs. Und lässt sterben. Bis wir es ändern."

Es folgte ein Hinweis auf die Internetseite der INWO, die dieses Projekt unterstützt hat. An weiteren Orten soll zu passenden Gelegenheiten diese Installation wieder aufgebaut werden und mit optischer Eindringlichkeit auf die Problematik des Geldsystems und die Aktivitäten der INWO dazu hinweisen.


Fontänen - Teil der Installation von Hendrik Barth

Fontäne

Geldschein - Teil der Installation von Hendrik Barth

Banknote

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Links:

Künstler Hendrik Barth

Ausstellung "sagenhaft"

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